Freitag, 27. Februar 2015

Wasseraufbereiter für Aquarienwasser - Für und Wider

Warum empfehlen viele Hersteller, aber auch viele Aquarianer Wasseraufbereiter? Wasser kann Schwermetalle enthalten wie Kupfer, Zink, Blei. Dazu kommt das Risiko, dass nach Wasserrohrbruch oder anderen Arbeiten an den Wasserleitungen die Wasserwerke die betroffenen Leitungen mit Chlor spülen um sie desinfizierend zu reinigen. Mitteilen müssen sie das nicht. Chlor ist ein Gas. Lässt man Wasser sprudelnd in Gefäße laufen und anschließend stehen, wird Chlor ausgetrieben. Hält man sich nicht daran, kann Chlor ins Aquarium gelangen und die Tiere umbringen.
Was macht der Wasseraufbereiter mit dem Chlor?
Der Aufbereiter bindet sich um die Chloratome und neutralisiert sie. Die Rückstände sinken zu Boden. Nach Monaten können diese Rückstände sich durch Rücklösung wieder in die ursprünglichen gefährlichen Stoffe zurückbilden. Das geschieht nicht abrupt, weshalb davon theoretisch keine Gefahr ausgehen sollte. Trotzdem sollte man das Wissen und vorbeugen. Durch große Wasserwechsel und vor allem durch Boden absaugen werden diese Rückstände nach und nach aus dem Becken entfernt.
Welche Wasseraufbereiter gibt es? Ich unterscheide für diesen Zweck zwei große Gruppen. Die Wasseraufbereiter speziell für Fische wie z.B. JBL Biotopol, welches Bestandteile enthält, welche die Schleimhäute, Kiemen und Flossen der Fische schützen.
Und die Wasseraufbereiter, die unter anderem Mineralien speziell für Wirbellose enthalten. Beispiel HeimZ Crusta Schutz.
Enthält der Wasseraufbereiter auch Dexpanthenol, hat man zusätzlich eine mild kurative Wirkung, denn Dexpanthenol wirkt entzündungshemmend.
Leider wird die Gefahr durch Chlor sehr unterschätzt. Durch Insiderwissen werden mir immer wieder schwere Verluste von großen Zuchtstämmen bekannt.
Wer sicher gehen will, aber keinen Wasseraufbereiter verwenden möchte, der könnte auf Osmsose-Wasser wechseln, welches entsprechend der Fauna im Aquarium gezielt angepasst werden kann mit entsprechenden Zusätzen.

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