Freitag, 12. August 2016

Geweihschnecke Clithon diadema - zu klein im Handel, keine Chance im Aquarium

Wie der Titel schon verraten hat, gibt es ein Problem mit zu kleinen Geweihschnecken für das Aquarium, aber es gibt auch eine Lösung. 
Foto Silvia Bittner
Die Geweihschnecken Clithon diadema sind bei Aquarianern sehr beliebt. Das ist nachvollziehbar, denn sie sind ein Blickpunkt in jedem Aquarium mit ihren auffälligen Farbmustern und Dornen. Da diese Tiere sich über ein Larvenstadium in Brack- bzw. Meerwasser vermehren, wäre die Nachzucht sehr aufwändig, weshalb diese Tiere in der Regel aus Übersee importiert werden. Leider werden dabei auch winzige Tiere nach Deutschland eingeführt. Sollten sie den Transport überlebt haben, so sind sie doch zumindest schwach, haben von Haus aus kaum Reserven und müssen zeitnah aufgefüttert werden. Da Rennschnecken Aufwuchsfresser sind, muss das Aquarium gut eingefahren sein. In einem Lifestyle-Aquarium, welches ständig gereinigt wird, haben diese Tiere keine Überlebenschance.
Es gibt nur zwei Lösungen. Die erste wäre, die Tiere gar nicht erst zu kaufen, bis der Händler sie aufgepäppelt hat. Also bittet Euren Händler, Euch keine Tiere zu verkaufen, die deutlich kleiner als 1 cm sind.
Die andere Lösung wäre, dass die Tiere penibel überwacht werden, mit speziellem Schneckenfutter gefüttert und regelmäßig umgedreht, wenn sie von der Scheibe auf den Rücken gefallen sind. Eine starke Schnecke dreht sich selbst um, eine geschwächte winzige Schnecke schafft das nicht und wird elendig verenden. Bitte bedenken Sie auch, dass so kleine Schnecken im Gesellschafts-Aquarium durch neugierige Mitbewohner angestupst und umgeworfen werden.
Hier zwei Beispiele für Geweihschnecken, wie sie im Handel vorkommen können. Die Kleinste ist nicht einmal so groß wie ein Streichholzkopf. 

Foto Roland Emmenlauer

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