Sonntag, 10. Februar 2013

Weiße Hydren im Aquarium

In einem meiner Becken haben sich weiße Hydren breit gemacht. Diese Süßwasserpolypen sind nur wenige Millimeter groß, können aber das Inventar und die Scheiben dicht besiedeln. Da sie ihre Opfer, Kleinstlebewesen wie Plankton, mit einem Nesselgift töten, möchte ich sie meinen Garnelen-Babys nicht zumuten.  
Sie sehen aus wie eine nanokleine Palme, ein Stiel mit filigranen Tentakeln am Ende.  
Auf dem ersten Foto vergrößert. Auf dem zweiten Foto einschließlich der Tentakel 4 Zentimeter lang.
Foto Kirsten Cordes
Foto Roland Emmenlauer
Sie sitzen sehr fest auf dem Inventar, können sich aber per "Purzelbaum" fortbewegen, das haben wir selbst beobachtet
Diese Spezies ist hochinteressant, denn Hydren können sich komplett regenerieren, wenn man versucht, sie manuell zu beseitigen. Nach jedem Versuch, sie zu entfernen, hat sich innerhalb einer knappen Woche die Population vermehrfacht. Aus jedem Partikel entsteht eine neue Hydra.
Meist sind Hydren eine temporäre Erscheinung und verschwinden genauso schnell wieder, wie sie gekommen sind, wenn man sich gerade an den Anblick gewöhnt hat. Wenn nicht, gibt es zu dem Problem auch eine Lösungen und die heißt aushungern. Einfach wöchentlich 80% Wasserwechsel und die Fütterungen reduzieren. Die Hydren verhungern, denn mit dem Altwasser wird ihre Futterquelle drastisch reduziert - die Hydren gehen nach kontinuierlich zurück. Hilft das nicht, kann man sie u.a. mit Salz töten.
Vorsicht bei der Empfehlung zu Wurmmitteln, denn diese sind auch für Schnecken lebensgefährlich.

Näheres siehe hier: Garnelenhaus Wiki Hydra Süßwasserpolyp

Kommentare:

  1. Hallo

    vielen dank für die Tipps mit den Hydren. Hab aktuell selbst ein Problem und werde mal ausprobieren was bei mir hilft

    Gruß Chrs

    AntwortenLöschen
  2. Hallo Chris,
    ich bin davon überzeugt, dass es langfristig hilft und vor allem vorbeugend hilft. Wenn man schon Hydren-Rasen hat, wird mal wohl das befallene Inventar abkochen müssen.
    Ich bin übrigens auch nicht gegen Medikamente, vor allem auf pflanzlicher Basis. Ich bevoruge nur immer erst einmal die natürlichen Gegenspieler. Besonders, wenn sie so liebenswert sind wie die kleinen Welse.
    Viel Erfolg! Roland

    AntwortenLöschen