Donnerstag, 19. Juni 2014

JBL CristalProfi m greenline Mattenfilter Test


Foto Copyright © JBL
Eine Matte in der Dose, das ist neu. Aber was kommt hier konkret auf den interessierten Aquarianer zu? 
Für Schnellleser vorab: Ja, der erste Eindruck täuscht nicht, er ist groß und wird nicht allen Unterwasser-Gärtnern gefallen. Er ist aber eigentlich nicht groß oder klein, unansehnlich oder schön, er ist einfach anders. Und anders gefällt mir, denn dieser Filter bringt endlich zusammen, was zusammen gehört: Einen Mattenfilter, den auch jeder Nano-Aquarien-Anfänger ohne Bastelei sofort in Betrieb nehmen kann. Einen Mattenfilter, der keine Rätsel aufgibt, lange Standzeiten verspricht und Weidegrund für Wirbellose bietet. Ein Mattenfilter, der das Aquarium biologisch reinigt und nicht mechanisch*.
Meine Garnelen würde diesen Filter kaufen. Dazu später mehr.
Es ist ein wertiges, durchdachtes Produkt, mit kräftiger Pumpe, trotzdem sanft im Betrieb, leise und einfach zu bedienen. Das Zubehör im Lieferumfang und zur Erweiterung ist technisch und optisch perfekt aufeinander abgestimmt.
Hier mit Zusatzmodul (nicht im Lieferumfang). 
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Aber eins nach dem anderen! 
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Er hat eine Leistung von 3,5 Watt und 200 l/h und ist gedacht für Aquarien zwischen 20 und 112 Litern.  
Laut Hersteller ist er garnelensicher durch eine Filtermatte mit Porenweite 35 ppi als Großflächenfront, bietet Platz für problemlösende Filtermassen (Aktivkohle, Phosphat- und Nitratentferner usw.), ist erweiterbar durch Zusatzmodule (eines oder mehrere), hat eine innovative Sauger-Befestigung mit Unterdruckhebel zum bequemen Ansaugen und Ablösen des Saughalters, hat eine Breitstrahlwasserrückführung, damit kein CO2 ausgetrieben wird und ein Ablaufventil für Wasser an der unteren Abdeckplatte. 
Ob er tatsächlich garnelensicher ist, wird sich weisen. Lassen wir ihn mal ein paar Wochen laufen und prüfen das beim nächsten Garnelen-Nachwuchs. 
Im Lieferumfang ist eine aufsteckbare Abdeckplatte (Serviceabdeckung), ein Minithermometer für die Cliphalterung an der Filterfront und die obligatorische Bedienungsanleitung.
Der Hersteller gewährt 4 Jahre Garantie.
Der Filter wird als Komplettset gut verpackt in einer optisch ansprechenden Verpackung geliefert. Bedenken, dass man ein Puzzle bekommt, wie es die Explosionszeichnung auf der Verpackungsrückseite befürchten lässt, sind unbegründet. 
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Einfach auspacken, die Matte herausnehmen und unter fließendem Wasser reinigen, gegebenenfalls Starterbakterien auf die Matte geben, Thermometer anclipsen und schon ist er einsatzbereit.
Nur noch den Filter in eine Aquariumecke halten und den Hebel für die Unterdruck-Ansaugung (und Ablösung) nach vorn schieben – und schon liegt der Filter im Becken und man hat den Aufsatz vom Hebel in der Hand.
Aha, rohe Kräfte sind unnötig, wie der leidgeprüfte Aquarianer nach schlechten Erfahrungen mit Saugnäpfen, die bei hartem Wasser schon nach sechs Wochen die Weichmacher verlieren, feststellen muss. Also von vorn. Aufsatz vom Hebel wieder aufstecken, den Saugnapf anfeuchten, sich locker machen und den Filter diesmal behutsam in die Ecke halten, Hebel nach vorn und siehe da – er hält.
Misstrauisch, wie ich bekennend bin, einmal das Becken (in meinem Fall ein 30er Dennerle-Cube) komplett mit Wasser gefüllt, damit sich die Matte vollsaugt und der Filter geflutet wird. Wasser wieder raus – jetzt wird sich zeigen, ob der Filter sprichwörtlich hält, was er verspricht und was mit dem Restwasser im Filter passiert. Jetzt wiegt er nämlich um einiges mehr! Wem schon mal ein nasser Filter beim Wasserwechsel ins Becken geplatscht ist, teilt meine Bedenken. Aber nichts von dem passiert. Der Filter hält und das Wasser im Filter wird über ein Ventil an der Unterseite zurückgehalten, so dass aufgenommener Schmutz nicht wieder ins Becken zurückfließen kann. Es empfiehlt sich allerdings, die mitgelieferte Serviceabdeckung vor Entnahme des Filters aus dem Becken vorn auf den Filter aufzusetzen.
Rechts der Unterdruck-Saugnapf, oben der zugehörige Bedienhebel. 
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So bleiben angesaugte Partikel bei Entnahme auf der Matte. Klingt gut durchdacht, ich bin gespannt, ob ich überrascht bin!  
Apropos Matte entnehmen: Die Explosionszeichnung auf der Verpackung, wie auch in der Bedienungsanleitung könnte suggerieren, dass man den Rahmen der Mattenhalterung abnehmen kann. Kann man aber höchstens einmal, denn dann ist die Halterung kaputt. Die Matte lässt sich ganz einfach nach vorn aus der Mattenhalterung entnehmen, ohne den Gebrauch von Schraubenzieher oder Messer. Meine Frau hatte letzteres schon in der Hand... 
Foto RE
Mutig geworden, wieder Wasser in den Cube eingelassen, Kies aufgefüllt, ein paar Pflanzen in den 2 mm Kies gesteckt und das Becken weiter aufgefüllt, bis es eben mit der Oberseite des Mattenfilters abschließt – schauen wir mal, was die Strömung mit den Pflänzchen anstellen wird. 3,5 Watt sollten ordentlich Leistung entfachen, ich bin aufs Schlimmste gefasst. Netzstecker rein und - keinerlei Springflut wütet. Ganz im Gegenteil - ein sanfter, breiter Strahl wiegt die Pflanzen leicht im Filterstrom. In dieser Einstellung bringt er feinste Luftbläschen ins Becken, füllt man das Wasser bis knapp unter die Oberkante des Filters auf, wird nur noch Wasser sanft bewegt.
Im Gegensatz zu diesem Produktfoto soll der Filter fast eben mit der Wasseroberfläche abschließen. In der Stellung, wie abgebildet, plätschert er ganz ordentlich. Das war allerdings nicht im Sinne des Erfinders.
Foto Copyright © JBL
Im Betrieb ist ein surrende Geräusch hörbar, aber keineswegs unangenehm.
Es wird 12 Stunden später kaum noch wahrnehmbar sein. Nach den Wasserwechseln macht sich der Filter vorübergehend wieder bemerkbar.
Pflanzenreste, Kiespartikel (extra nicht zu gründlich vorgewaschen), Schwebeteilchen, alles bewegt sich sanft, aber unaufhaltsam Richtung Matte und bleibt daran haften. Hier werden die Garnelen in Zukunft viel Weidefläche finden. Hier werden sich die für die biologische Reinigung so wichtigen Bakterien ansiedeln.
An der Unterseite können übrigens weitere Module angebracht werden, welche den Filter laut Hersteller um 20-40 l Kapazität erweitern, je Modul.
Bis hierhin bin ich begeistert von diesem neuen Innenfilter. Ein Mattenfilter verspricht nicht nur lange Standzeiten von mehreren Monaten, sondern ist auch eine ideale Fressmeile für meine wertvollen Garnelen.
Als nächstes ist Bastelei angesagt. Die Frage nach der Wartungsfreundlichkeit hat sich gestellt. Also Filter wieder raus, abgewaschen, getrocknet und zerlegt. Die Bodenplatte mit dem Ablaufventil geht übrigens leichter runter, wenn man nicht hinten, bei den Stiften, sondern vorn an der Ecke ansetzt (Foto). 
Foto RE
Der Rest ist einfach zu zerlegen. Den Wasserauslauf habe ich nicht abgenommen, alles andere hab ich auseinander gepfriemelt. 

Foto RE unten in der Abeckplatte das Ablaufventil
Die Teile geben keine Geheimnisse auf und sind genauso schnell wieder zusammengefügt, wie sie zerlegt wurden. 
Foto RE der Propeller sitzt unten in der Pumpe
Die Spaltmaße scheinen tatsächlich keine Schlupflöcher aufzuweisen. Vorsichtshalber alle Teile von hinten mit der Maglite angestrahlt, sieht man minimalen Lichteinfall bei den Haltestiften des Filteroberteils und bei der Stromkabelführung. Liegt der Filter, wie vom Hersteller verlangt, plan auf der Aquarienrückwand auf, sollte es hier trotzdem kaum eine Chance für Einbrecher geben. Gewissheit wird erst ein Langzeittest geben. Ansonsten einfach abkleben, falls überhaupt notwendig.
Laut Bedienungsanleitung kann der Filter auch im Becken liegend für niedrigste Wasserstände betrieben werden. Eine tolle Option für Amphibien-Halter mit Aquaterrarien. Die Matte ist allerdings nicht wasserschildkrötenkrallentauglich.
Zur Optik.
Hier ein Größenvergleich mit dem Dennerle Eckfilter. 
Foto RE
Foto RE
Für Unterwassergärtner mit kleinen Becken und niedrigem Besatz ist der Dennerle Eckfilter wahrscheinlich immer noch eine gute Wahl. Nachteil: Nicht 100% garnelensicher. Sicherer erst mit aufgesetztem Baby-Protect. Hier muss der JBL Mattenfilter sich aber erst noch bewähren. Ein weiterer Nachteil gegenüber der Mattendose: Kurze Standzeit, schwache Pumpe. Manche Teile, wie die Strömungseinstellung oben, schwergängig. 
Fairerweise möchte ich aber erwähnen, dass der Dennerle Eckfilter in kleinen Pflanzen-Cubes mit überschaubarem Besatz einen guten Job macht, wenig Platz wegnimmt und absolut wohnzimmertauglich ist.
Hier ein Größenvergleich mit dem JBL CristalProfi i60 greenline, den ich sehr schätze, für Becken mit 60 cm Kantenlänge und höherem Besatz. Hat man allerdings Dreckspatzen im Becken wie Flusskrebse oder gründelnde Welse, wird man mit dem i60 selten richtiges klares Wasser sehen.
Foto RE
Beim i60 punktet ansonsten die starke Pumpe, im Vergleich zum Dennerle Eckfilter längere Standzeit, dem Gegenüber steht nach meinem Geschmack aber die ungünstige Form für Cubes. Der i60 wirkt im Cube irgendwie oversized. 
Obwohl noch größer, fügt sich der JBL Mattenfilter besser in das Layout eines Cubes oder kleinen Aquariums, vor allem, wenn man eine dunkle Rückwand angebracht hat. Wer ihn lieber nicht in voller Schönheit sehen möchte, könnte ihn an der linken Scheibe anbringen.
Foto RE, 30er Cube
Foto RE, 30er Cube
Fazit: Wer das Layout priorisiert, könnte den Filter als störend groß und auffällig empfinden, vor allem bei sehr kleinen Becken. Für mich nicht nur auf den zweiten Blick ein formschöner Filter. Wer die Vorteile eines Mattenfilters zu schätzen weiß, platzsparend, ohne Bastelei und störend laute Luftpumpe, der kommt am JBL Mattenfilter sowieso nicht vorbei.
Ein innovativer, praktischer Filter wie ich ihn mir gewünscht habe, auch preislich attraktiv. Empfehlung! 
*Die Vorteile eines Mattenfilters zu beschreiben, sprengen den Rahmen eines Produkttests. Es kann sich aber lohnen, sich mit dem Thema vertraut zu machen. Die biologische Reinigung eines Aquariums sorgt für stabile Verhältnisse mit niedrigem Aufwand. 
Sehr empfehlenswert finde ich diesbezüglich die Seite Aquaristik ohne Geheimnisse
Roland Emmenlauer, 20.6.14

Update 18.7.14: 
Der Mattenfilter ist eine Woche zur Probe im Cube gelaufen, dann in ein 80 cm Becken umgezogen um für eine Gruppe Neocaridina davidi Blue Dream zu sorgen. 
Nach insgesamt vier Wochen Betrieb strömte das Wasser etwas ungleichmäßig aus dem Wasserauslauf. Der richtige Zeitpunkt um sauber zu machen. 
Die Abdeckung vom Wasserauslauf ist aufgesteckt. Mit einem flachen Schraubenzieher einfach rechts vorn ansetzen und vorsichtig ein bisschen hebeln, lässt sich die Abdeckung ganz einfach abnehmen wie abgebildet. 
Foto Copyright © JBL
Darunter hatte sich tatsächlich eine Mulmschicht angesammelt, die ich mit einem feuchten Tuch abgewischt habe. Danach lief das Wasser wieder gleichmäßig ins Becken. Auf der Matte hatte sich mittlerweile ein feiner braungrüner Belag gebildet. 
Ich bin immer noch sehr zufrieden mit dem Filter, das Wasser ist klar und den Wassertieren scheint es gut zu gehen, da sie sich gut vermehren. 
Etwas mutiger geworden, hab ich mir vor drei Wochen zwei weitere solche Mattenfilter besorgt und in ein eingefahrenes Juwel Rio 180 gesetzt. Einen Filter habe ich an der hinteren Scheibe rechts angebracht, den anderen an der linken Seitenscheibe rechts. So ensteht eine sanfte Strömung in Kreisbewegung. 
Foto RE, Juwel Rio 180 mit zwei Mattenfiltern
In dem Becken leben vier junge Flusskrebse Cherax holthuisi irianto red, sehr viele Schnecken und ein Dutzend nigerianische Schwebegarnelen, die ich vermehren möchte. Die Schwebegarnelen bevorzugen bekanntlich wenig Strömung. Haben sie sich beim Filter vorher nur selten aus der Deckung gewagt, nutzen sie jetzt den kompletten Schwimmraum und schweben in Zeitlupe an der Scheibe entlang von einer Ecke zur anderen. Ein faszinierender Anblick!
Im diesem eingefahrenen Becken hat sich bereits nach zwei Wochen ein dichter, braungrüner Belag auf der Matte gebildet, im Gegensatz zu dem Mattenfilter, den ich im Cube ausprobiert habe, der erst ein paar Tage zuvor aufgesetzt wurde. 

Zu meiner Überraschung scheinen sich auch die Pflanzen, Javafarn und Wasserpest, wohler zu fühlen bei der sanften Strömung, denn sie wachsen sichtbar schneller und üppiger. 

Update 12.9.14
Auf der Matte hat sich ein flächiger schlammiger Belag gebildet, die Strömung hat nachgelassen, der Filter macht Geräusche. Jetzt scheint der richtige Zeitpunkt für eine Reinigung zu sein. 
Ich habe die Matte vorsichtig gereinigt, so dass nur der gröbste oberflächliche Belag entfernt wurde. Das Gehäuse ließ sich nicht so leicht öffnen wie gehofft, meine zierliche Frau musste mich zur Hilfe holen. Zu meiner Überraschung war die Pumpe, die Rotorachse und das Rotorgehäuse immer noch sauber. Es waren nur mulmige Partikel hinter der Matte. Und keine (!) Garnelen. Also scheint die Matte tatsächlich dicht zu sein wie vom Hersteller versprochen, obwohl die Matte nicht so feinporig ist, wie ich empfohlen hätte und von garnelensicheren Schwämmen gewohnt bin. 
Unter dem Auslauf-Deckel, der sich so einfach öffnen ließ, dass man das auch im Becken machen könnte, fand ich eine Mulmschicht, die ich einfach abgewischt habe. In dem Auslaufrohr war keine Verunreinigung. Man braucht keinen Schraubenzieher, da reicht es, die Pinzette anzusetzen. Zum Aufsetzen den Filter unten festhalten und schon kann es weitergehen. 
Von vier Filtern hatte sich einer abgelöst, die anderen haben bombenfest gehalten. Teilweise musste ich sogar mit einem Scapingtool unter den Saugnapf fahren, damit ich den Filter abnehmen konnte.
Mein Fazit: Ich würde diese Mattenfilter jederzeit wieder kaufen! Ich bin sehr zufrieden!

 
Fortsetzung folgt. 

Kommentare:

  1. Hallo Roland, danke für diesen tollen Artikel.
    Der Mattenfilter ist heute angekommen. Bin sehr gespannt, wie er sich macht. Meine Posthornschnecken (habe ein reines Schnecken-Aquarium) haben sich schon mal an der Matte versucht, lediglich die Strömung sorgt an der Vorderseite des 30-l-Nano für wehende Fühler ;) Danke noch mal. Erwarte weitere Updates ;)

    Grüße,
    Matthias

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    1. Mittlerweile sind 3 Monate vergangen und der Filter läuft immer noch wie geschmiert. Die Leistung scheint konstant zu bleiben, habe die Matte in 3 Monaten nur 2 mal reinigen müssen, hauptsächlich wegen lästigen Fadenalgen. Die Matte ist immer noch gut mit braun-grünem Belag überzogen, der von meinen Schnecken (besonders Geweih- und Rennschnecken) gerne abgeweidet wird. Durch den Aufwuchs lässt die anfangs starke Strömung etwas nach, ohne dass der Durchfluss nennenswert beeinträchtigt wird. Für mich immer noch der beste Filter, den es gibt. Endlich muss ich keine Jungschnecken mehr aus dem Filter pulen, der Reinigungsaufwand ist viel geringer, da lange Standzeit. Der Filter fügt sich auch in kleinen Becken viel harmonischer ein als ein Eckfilter. Und er bietet eben durch die Matte zusätzlichen Lebensraum auch in Nano-Becken. Gruß,
      Matthias

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    2. Hallo Matthias,
      Vielen Dank für Feedback. Freut mich sehr! Auch ich bin sehr zufrieden mit der Mattendose und kann alles ganz genauso bestätigen. Macht wirklich einen guten Job. Sollte die Matte nach einem halben Jahr am Ende sein, kann man für wenig Geld zwei Ersatzmatten erstehen. Habe mich bereits informiert. Falls es meine knappe Zeit erlaubt, mache ich mal noch eine "Schritt für Schritt"-Anleitung, wie man sie einfach zerlegt.

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    3. Hallo Roland,
      ja die Matte habe ich vor kurzem auch ausgetauscht. Ich hatte das 30 l-Nano aufgelöst und durch ein 54 l ersetzt. Die Matte war sehr mit Mulm verstopft, eine Reinigung habe ich dann nicht mehr vorgenommen, da ich den alten evtl. belasteten Mulm nicht mit ins neue Aquarium nehmen wollte. Derzeit läuft ein zweiter Filter in einem anderen 54 l, in dem ich seit ein paar Wochen Zwergflusskrebse halte. Diese weiden die Matte ab und klettern gerne darauf herum. Die Strömung nutzen sie, um von Pflanze zu Pflanze zu "sliden" ;) Wie man sieht hat der Filter auch einen gewissen Spassfaktor *grins*. Die Strömung fand ich in dem Nano fast schon zu stark, jetzt verteilt sie sich besser, was anscheinend die eher Strömungsarm-Fanatiker wie die PHS wohl besser finden.

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  2. Hallo!

    Wirklich nen klasse Bericht, Danke.

    Hab ne Frage bzw. ein Problem, mit der Höhe des Wasserspiegels.
    Wenn man, wie du beschreibst und wie ich auch finde, den Filter optimalerweise mit dem Wasserspiegel enden lässt, habe ich das Problem, dass die Garnelchen immer wieder auf den Filter drauf krabbeln dort dann entweder vertrocknen oder anfangen zu flippen/springen und gegen die Scheibe oder gar durch den Schlitz zwischen AQ und Scheibe springen. Hatte schon einige Tote auf dem Fußboden liegen :-(

    Wenn man den Filter 2 bis 3 cm unter Wasser laufen lässt, krabbeln immer wieder die kleinen Babys in den Schlitz von dem Saugnapf-Hebel, auch mist,

    Wenn man den Filter ~ 2cm (Wie auf dem JBL Bild ) über dem Wasserspiegel rausschauen lässt, find ich die Ströming und das Plätschern zu stark... :-(


    Ansonsten ist der Filter super, nur ärgert mich das Problem etwas :-/

    LG
    Mark

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    1. Hallo Mark,
      die Strömung lässt nach, sobald die Matte eingefahren ist. Das braucht Zeit.
      Beste Grüße, Roland

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  3. Vielen Dank erst einmal für den ausführlichen Testbericht.
    Ich hätte mal noch zwei Fragen. Ich habe gelesen, dass in diesem Filter auch Platz für Aktivkohle und Nitratentferner ist. Was genau nehme ich dann? Und brauche ich das in meinem 30l-Cube bei Garnelen und Schnecken, sowie 5 Fischen?
    Außerdem würde mich eine genaue Antwort auf das Garnelenkletter-Problem von Mark interessieren. Ich habe meine Garnelen allerdings noch nicht beim verlassen des Wassers beobachtet. Will aber natürlich nicht erst warten bis sie tot auf dem Schrank liegen. :-(

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    1. Hallo,
      ich halte wenig von Chemie wie Nitratentfernern. Wenn angemessen gefüttert und genug Pflanzen im Becken sind, sollte das kein Problem sein. Aktivkohle verwende ich gar nicht. Aktivkohle lohnt sich nur, wenn man Medikamenten-Rückstände entfernen möchte. Und Aktivkohle ist schon nach ein paar Wochen gesättigt und gibt dann möglicherweise sogar Giftstoffe wieder ab.
      Normalerweise halte ich das alles nicht für notwendig und habe es selbst nicht gebraucht. Die Option ist ein Feature, heißt aber nicht, dass man das auch nutzen muss.
      Garnelen-Kletterprobleme sind mit keine bekannt. Wenn Garnelen aus dem Becken hüpfen, dann ist ein Wasserwechsel fällig oder sie fühlen sich bedroht.
      Ich verstehe auch nicht den Zusammenhang zur Matten-Dose. Wenn die rausklettern wollen, dann gibt es immer ein Kabel oder einen Schlauch.

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    2. Ich lese auch immer wieder vom Einfüllen von Filtermaterialien. Leider habe ich bisher nicht herausgefunden, was denn passend wäre und wie das einzufüllen ist. Mir sind keine Produkte speziell für diesen Filter bekannt. Gibts da Informationen zu?

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    3. Hallo Matthias,
      es können Spezialfiltermedien wie NitratEx, PhosEx ultra, SilikatEx usw. integriert werden. Diese werden einfach in den Hohlraum mit einem Filtersack gelegt.
      Falls Du die Filtermedien bei JBL kaufst, ist ein Filtersack dabei, ansonsten gibt es den als Zubehör bei JBL unter Aquaristik Süßwasser - Produkte - Zubehör - Filtermaterial
      Spezial - JBL FilterBag fine. Link: https://www.jbl.de/de/aquaristik-suesswasser-produkte/detail/2430/jbl-filterbag-fine

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  4. Hallo Roland und auch ein Hallo an all die anderen,

    ich habe mit Interesse die Berichte, die ein wahrer Langzeittest sind, gelesen. Auch die Bilder vom 30 Liter cube mit dem eingebauten Filter sind für mich sehr hilfreich. Ich hatte mit diesem Filter schon geliebäugelt, habe dann aber doch nicht den Mut gehabt den für mein 30 Liter Cube zu holen. Dank eurer Information und euren Berichten bin ich nun entschlossen den JBL Mattenfilter zu kaufen. Besten Dank für Eure Berichte.

    Mit besten Grüßen

    Roland aus Mainz

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