Dienstag, 3. Februar 2015

Kleinlibellenlarve Zygoptera im Aquarium

eine von zehn, die ich gefangen habe
Ich habe zehn aus einem Wurf gefangen, davon drei grasgrüne, eine fast schwarze, der Rest verschiedene Grün- und Brauntöne. Sie sind zwischen 2 und 3 Zentimeter lang, haben sechs Beine, und abgesetzten Kopf mit auffälligen großen Augen. Treten grundsätzlich nie alleine auf. Ein Nachtjäger, ein richtiges Raubtier, das sich nicht anködern lässt, sondern mit dem Kescher eingefangen werden muss. Hat die ganze Nacht nichts anderes zu tun, als nach und nach das ganze Becken leer zu fressen. Tagsüber ducken sie sich in den Kies, so dass man sie nur mit einer Lupe findet. Bei Nacht kann man das Becken mit der Taschenlampe kontrollieren. Sie bewegen sich krabbelnd oder schlängelnd wie eine Wasserschlange fort. Manchmal findet man sie nie, wundert sich aber, warum man keinen Nachwuchs im Becken hat und immer wieder angefressene Wirbellose findet. Eines Tages schwirrt Ihnen dann eine Libelle entgegen, wenn Sie den Deckel öffnen. Sie kommen meist mit Importpflanzen in das Becken und verbringen dort ihr Larvenstadium. Wenn Sie so eine sehen, haben sie wirklich ein Problem. Eigentlich sogar zwei Probleme. Wenn Sie das Becken ausgeräumt und die Räuber endlich gefangen haben, werden Sie diese nämlich nicht mehr so einfach wieder los. Sind es einheimische Arten, stehen sie unter Naturschutz und dürfen nicht getötet werden. Sind es Ausländer, dann dürfen sie nicht ausgesetzt werden, Stichwort Faunenverfälschung. Beides ist bei Strafe verboten. Sie können aber nicht unterscheiden, um welche Art es sich handelt. Sie können sich höchstens an ihre zuständige Naturschutzbehörde wenden

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