Donnerstag, 1. Oktober 2015

Dennerle NanoCube® COMPLETE+ LED mit DeponitMix

Durch zahlreiche Hinweise auf Probleme mit dem DeponitMix-Nährboden aus den Dennerle Cube-Sets COMPLETE+ habe ich mich entschlossen, selbst ein Experiment zu wagen. 
Zuerst einmal hab ich mir DeponitMix besorgt, um mich selbst davon zu überzeugen wie gefährlich der hermacht - und wurde erst einmal angenehm überrascht. Es ist ein sandiges Substrat mit torfigen Bestandteilen und vermutlich feiner Tonerde angereichert. 
Laut Hersteller befinden sich Spurenelemente, Nähr-Eisen und ein "hochporöses Spezialgranulat"(?) in diesem Nährboden. Das soll Nano-Aquarianer in den Wahnsinn treiben? Das will ich wissen. 
Also Cube her und an einem kühlen Tag losgelegt (28.9.15).
Screenshot dennerle.com
Cube auf die beigelegte Unterlegmatte zur Isolation und um punktförmige Belastungen des Glasbodens zu vermeiden kann es gleich losgehen. 
Noch schnell ein Stück Zeichenpappe aus dem Schreibwaren-Geschäft an die Rückseite verhindert freien Durchblick auf die Rauhfaser-Tapete. Die Beipack-Folie hab ich in der Packung gelassen, da ich mit Folien auf Kriegsfuß stehe und damit keine Zeit verschwenden wollte. Die kann ich nachträglich immer noch anbringen.
Zeichenpappe und Tesa-Streifen
Danach habe ich den DeponitMix ins Becken geschaufelt. Um das Schicksal herauszufordern, hab ich noch eine halbe Packung mehr reingegeben, als von Dennerle vorgeschrieben. 
Vorn und seitlich hab ich freigelassen, weil dort nur ein Lochstein (für die Schnecken), Moos und/oder Moosbälle geplant sind, außerdem möchte ich überwiegend in diesem Bereich füttern, um die Bewohner im Auge zu behalten. Dafür habe ich den Nährboden in der linken hinteren Ecke bis auf 10 cm Höhe aufgeschichtet. 
Das Foto zeigt nicht die Gesamthöhe, sondern ist zwischen den einzelnen Arbeitsschritten entstanden.
DeponitMix
Den feinkörnigen Kies aus dem Set hab ich nur ein paar Mal mit kaltem Wasser durchgebraust. Wie man sieht ist das Wasser bereits nach dem ersten Durchgang recht sauber.
Kies maximal warm waschen
Im Set befinden sich zwei Säckchen Kies á 2 kg. Das reicht für eine Höhe von etwa 3 cm. Ich habe ein Kilogramm mehr Kies ins Becken, weil ich einen Hügel ansteigen lassen möchte, aber die Kiesdicke von 3 cm nicht unterschreiten. 
Ich verwende diesen Kies sehr gern. Er sieht toll aus, lässt sich leicht verarbeiten und hält die Pflanzen gut fest. 
5 kg Dennerle Kies Sulawesi Schwarz
Der nasse Kies wird einfach auf den trockenen Nährboden gelegt und gleichmäßig verteilt. Mit einem Stück Filtermatte kann man ihn schön glatt drücken und streichen. Auf dieses Stück Filtermatte hab ich kaltes Wasser in einem dünnen Strahl langsam über einen Gardena Schlauch in den Cube gegeben, bis er etwa zu einem Drittel aufgefüllt war. 
Ich persönlich verwende grundsätzlich immer Wasseraufbereiter, Dennerle empfiehlt das auch, also rein damit.
Dann hab ich den Lochstein reingesetzt und eine mit Christmas-Moos bewachsene Moorkienwurzel platziert. Die soll sowohl den Kies-Hügel gegen Abrutschen sichern, als auch Struktur ins Becken bringen. Hinter dem Lochstein versteckt sich eine "NanoDecor Crusta Tubes - 3er Keramikröhre, groß" für Garnelen oder Krebse. Eine handvoll Süßwassertang sorgt für Tarnung.  
Den Hügelanstieg verzieren zwei Lilaeópsis brasiliénsis scaperpad (Dennerle). Im Hintergrund sorgen diverse schnellwachsende Pflanzen aus meinem eigenen Bestand für Grün- und Rottöne.  Anschließend habe ich das Becken komplett mit Wasser aufgefüllt. 
Den Dennerle-Eckfilter hatte ich bereits zwei Wochen in einem Nachbar-Cube mitlaufen lassen, damit das Becken sofort angeimpft wird. Versehen mit einem Dennerle Nano "BabyProtect" ist der ins neue Becken umgezogen. 
Ein bisschen Azolla carolininana Moosfarn darf noch auf der Oberfläche treiben, dann ist das Becken am Start. 
Gedüngt habe ich einen Mikro- und einen Makrodünger in Unterdosierung, dann noch ein Nixkraut, nämlich Naja conferta zum Fluten in den Cube, weil sich dieses Nixkraut nicht so leicht verwurzelt und Algenwachstum von Anfang an unterdrückt. 
Zuletzt kamen noch ein halbes Dutzend Planorbella duryi blaue PHS in den Cube und ein klein wenig Dennerle CrustaGran als Futter. So erspar ich mir einen Nitrit-Peak. 
Bereits zwei Tage später hab ich sechs Neocaridina david yellow fire dazugesetzt und mit SAK Caridina gefüttert. Ein vorgewässertes großes Seemandelbaumblatt gibt Schatten auf der Fensterseite und versorgt die Yellows mit Huminsäuren, was die schöne gelbe Farbe festigt. 
Heute läuft der Cube den dritten Tag und macht schöner her, als das Foto das wiedergeben kann. 
Tag Drei
Seit heute füttere ich ein Feuchtfutter, einen sog. "Shrimp Pudding", allerdings nur sehr wenig, etwa die Menge einer halben Erbse. Die Schneckchen dürfen sich um die Reste kümmern.
Jetzt bin ich gespannt, ob ich überrascht bin. 

Update: Ich habe mit den Resten vom DeponitMix und Dennerle Kies experimentiert, um von Anfang an nach Ursachen für Probleme zu suchen. Dabei ist mir aufgefallen: 
Pflanzen mit langen Wurzeln sollten nicht wieder herausgezogen werden, wenn sie sich einmal verwurzelt haben, sonst ist es praktisch unvermeidlich, Nährboden mit herauszuziehen. Durch solche Tätigkeiten entstehen auch Kanäle zum DeponitMix, weshalb dieser mit Futterresten in Kontakt kommen kann.
Aus demselben Grund sind grabende und wühlende Tiere wie Flusskrebse Tabu in diesem Cube.

20.10.15
Der Cube mit Deponit-Mix läuft jetzt seit drei Wochen. Ich habe das Becken und die Pflanzen noch nicht gepflegt bzw. geschnitten. Die Pflanzen dürfen erst einmal ungebremst wachsen. Um Algenbewuchs vorzubeugen, hab ich ein paar Stengel Guadeloupe-Nixkraut (Najas guadalupensis) ins Becken gegeben. 
Najas guadalupensis
Dieses Nixkraut eleminiert zuverlässig Nähstoff-Überschuss. Wenn alles gut eingewachsen ist, hol ich es wieder raus. Zum sicheren Becken einfahren ein echter Tipp! 
Dazu sind jetzt drei rote Rennschnecken und eine Anthrazitnapfschnecke gekommen. Die sind für Erstbesatz nicht geeignet, werden aber in der dritten Woche sicher genug Futter finden. Anthrazitnapfschnecken sind mein mobiles Cleanteam. Sie wandern von einem Becken zum anderen. Je eine pro 20 l Beckenwasser erspart Scheibenputzen bei Düngefehlern oder spärlichem Pflanzenwuchs. 
Drei Moosbälle runden das Becken vorne herum sprichwörtlich ab. 
An Fauna leben im Cube außer den Napfschnecken noch Neocaridina davidi Yellow Fire. Zwei tragende Weibchen haben entlassen. Außer den Garnelen-Babys mussten alle anderen Garnelen zurück ins Stammbecken. 
Als Kur-Gäste dürfen zwei Moskito-Bärblinge das Becken vorübergehend unsicher machen. 
Ein Panzerwels-Baby Corydoras pygmaeus ist offensichtlich mit dem Christmas-Moos eingezogen. Ich habe ihn nicht eingesetzt, aber in dem Becken, wo ich das Moos vorgewässert hatte, lebt eine Gruppe dieser Tiere und legt hier und da Eier. Ihn zu fangen wird schwierig, er ist sehr klein und flink, also darf er erstmal bleiben. 
Corydoras pygmaeus Nachwuchs. Archivfoto Roland Emmenlauer
Das nachstehende Foto hab ich heute aufgenommen. 
Im linken dicht bepflanzten Cube ohne Deponit-Mix lebt ein Kampffisch. Hier reicht eine Lampe, da ohne lichthungrige Bodendecker. Dafür genießt er wärmere Temperaturen von 26°C, erzeugt durch einen Aquael Easyheater. 
Dritte Woche. Drei Moosbälle runden den Cube vorn herum ab
Gefüttert wird im rechten Cube zur Zeit täglich "SAK Caridina excellent Baby" im Wechsel mit dem Feuchtfutter "GT essentials Shrimp-Pudding Classic" speziell für die Garnelen-Babys. Die zwei Fischlein und der Wels begnügen sich mit den Resten. 

2.11.15
In der fünften Woche wachsen die Pflanzen, dass man täglich den Fortschritt sehen kann. Ob das am Deponitmix liegt kann ich nicht sagen, da ich auch über die Wassersäule dünge. Ich bin vor einer Woche auf "Scaper´s Green" Volldünger (Dennerle) umgestiegen. Bin jedenfalls sehr zufrieden mit dem Wachstum. Die Pflanzen haben eine satte Farbe und machen kräftig her. Algen hab ich keine gesehen, lediglich an der Scheibe, wo tagsüber Sonnenlicht drauf fällt hat sich etwas Belag gebildet, um den sich die Napfschnecken kümmern. Das Lilaeópsis brasiliénsis scaperpad (Dennerle) hat sich ausgebreitet und ist gewachsen. Die Wurzel mit dem Christmas-Moos als Aufsitzer im Vordergrund Mitte habe ich durch eine kleinere ersetzt, weil es den Blick frei macht auf den Hügel. 
2.11.15
Das Wels-Baby konnte ich fangen. Dafür haben sich ein paar blaue Posthornschnecken Planorbella duryi vermehrt. 

1.12.15
Das schöne Lilaeópsis brasiliénsis (Dennerle) erobert den Bodengrund, breitet sich nach allen Seiten aus. Die Pflanze hinten rechts, von der ich den Namen vergessen habe, wächst sprichwörtlich über sich hinaus und treibt sogar immer wieder lilablaue Blüten. Unglaublich. 
Dschungel-Camp


1.2.16

Der Cube läuft jetzt seit drei Monaten und es wird höchste Zeit für ein update. Die Pflanzen wachsen sehr gut, ich muss jede Woche zurückschneiden. Die Tiere machen einen entspannten Eindruck, fressen, paaren sich und vermehren sich. Ich konnte schon mehrmals Garnelen-Nachwuchs in ein größeres Becken umsetzen. Zwischenzeitlich waren zwei CPO Zwergflusskrebse eingezogen, die Nachwuchs produziert haben. Die Kleinen tummeln sich im hohen Gras, welches ihnen Schutz bietet. Alles läuft, wie es soll, war das jetzt schon alles? Ich habe beschlossen, zu eskalieren. 

5.2.16
Das schöne Lilaeópsis brasiliénsis (Dennerle) welches zuletzt den gesamten Mittelgrund und Vordergrund erobert hatte, hab ich mitsamt den Wurzeln rausgezogen. Ebenso das Nixkraut, welches sich ganz im Hintergrund heimlich verwurzelt hat. Es ist ein wenig DeponitMix mit den Wurzeln herausgezogen worden. Das hab ich abgesaugt. Als Filter ersetzt ab sofort ein neuer Aqua-Mac HMF Eck-Mattenfilter Nano Cube, ppi 45 Schwamm den Dennerle Eckfilter. Angetrieben wird er von der flüsterleisen Aquael OXYPRO 150 Aquarienluftpumpe, 150l/h 2W.
Aqua-Mac
So sieht das, frisch gegärtnert, aktuell aus. 
Schön ist anders, aber erfüllt seinen Zweck
Eine Hexennuss als weiteres Versteck für die Garnelen-Larven zum Süßwassertang runden das Layout nach vorn ab. Ein Oxydator sorgt für gute Durchlüftung, ein paar Mineral Balls den Wirbellosen für die Mineralienversorgung. 
Noch nicht im Bild, aber ich lass vorsichtshalber einen Aquael PatMini aus einem zweiten Cube mitlaufen zum Einfahren des neuen Filters (zur Vermeidung einer Bakterienblüte).

Als Besatz war bisher drin:
- drei Dutzend Neocaridina Yellow Fire, eine tragend
- eine Neritina pulligera Algenfressmaschine

Die CPOs sind umgezogen. Dafür wird jetzt zusätzlich zum Erstbesatz aufgestockt auf:
- drei rote Rennschnecken
- 30 Blasenschnecken
- sechs Moskitobärblinge
- drei indische TDS
- zwei Asolene Spixi

Das Wasser hat 250 µS, der pH ist leicht sauer.

Gefüttert wird ab sofort Dennerle Shrimp King Baby Staubfutter, Dennerle NanoGran Granulat. Für die Schnecken ist Laub ins Becken gekommen, dazu gibts Schneckenfutter von Garnelio.

Jetzt bin ich gespannt, ob ich überrascht bin. 

Fortsetzung folgt. 

13.10.16
Ein Jahr ist vergangen und es wird Zeit für ein update. Der Cube wurde einem harten Belastungstest unterzogen. Er wurde algenvergrünt und als Quarantäne-Becken für 100 Anthrazitnapfschnecken missbraucht, die auf Shrimp Pudding umgestellt werden sollen mit drei Mal täglicher Fütterung. 
Es sind Asolene Spixi darin aufgewachsen, welche fast alle Pflanzen aufgefressen haben. Neuerdings ist es ein Reha-Becken für stark korrodierte Piano-Schnecken mit massiven Gehäuseschäden, welche ich von jemand mit Weichwasser-Becken zugeschickt bekommen habe um sie aufzuppeln. Wegen der Schnecken wurde auf Leitungswasser umgestellt mit KH 8, pH 7,6. Seit Monaten leben Neocaridinas Yellow Fire dort, zusammen mit Makrobrachium peguense-Jungtieren und zwei Cherax lorentzi-Jungtiere, damit auch ein bisschen gewühlt wird. Dazu gesellen sich ein paar TDS, Posthornschnecken für die Cherax und ein paar Rennschnecken - alles Mietnomaden, Wandertiere.
Alle Tiere sind wohlauf, werden täglich abwechselnd gefüttert mit Shrimp Pudding, Shrimp King Baby, Dwarf Cherax AllTake und JBL NovoBel für die Makros.
Der Cube sieht entsprechend aus, wird nicht mehr gepflegt, außer großen Wasserwechseln alle fünf Tage.

Die Anthrazitnapfschnecken haben die Scheiben blitzblank geputzt, ansonsten ist es kein schöner Anblick. Durch das ständige Wühlen und Mümmeln hat sich der Kies mit der Zeit gleichmäßig im Becken verteilt oder ist auch im Nährbodengrund versunken. Der Nährboden liegt zum Teil offen und wird von den Wassertieren auch gefressen. Einen Teil vom Kies habe ich mitabgesaugt, als ich mal fingerhoch Mulm absaugen wollte. Wie das Experiment jetzt otpisch hermacht ist nachrangig, wir wollen wissen, ob er stabil läuft. Ja, er läuft wunderbar, es gibt keinerlei Ausfall oder andere Auffälligkeiten.
Hier aktuelle Fotos von gestern von vorn und der Seite, wie man sich das jetzt vorstellen kann.
von vorn
Seitenansicht: Den Hügel links gibt es nicht mehr. Der Deponitmix hat Kontakt zur Oberfläche und wird immer wieder abgeweidet oder gefressen
Zum Vergleich auch ein Nahfoto vom Deponit-Mix, wie er jetzt aussieht. Zusammengesunken bzw. verbraucht, angefressen.
Deponitmix nach einem Jahr. Siehe Fotos vom letzten Jahr zum Vergleich
Nichts riecht unangenehm, sieht nur wie eine Schlammpackung aus.
Ich bin gespannt, wie es weitergeht und werde zuletzt meine Hypothesen aufzählen, warum das bei manchen Nutzern möglicherweise nicht funktioniert. Soviel kann ich feststellen: Macht man im ersten halben Jahr alles richtig, läuft es zunehmend stabil. 

26.3.18
Der Cube läuft jetzt fast zweieinhalb Jahre. Ich habe für die Fotos für den Abschlussbericht die wurzelnden Pflanzen entfernt und bis auf das Keramik-Röhrentürmchen alles ausgeräumt für einen guten Überblick.  
Der Cube war von mir nach und nach stärker besetzt worden, die Tiere besser gefüttert, um Fehler in diesem Bereich auszuschließen. Gefiltert wurde zuletzt mit einem Aquael Circulator mit Tropical Schwamm. Den Bedürfnissen der Tiere besser zu genügen, hatten die Wasserwerte zuletzt 400 µS, pH 7,6. 
Einige Tiere habe ich umgesetzt, andere sind dazu gekommen, der Tierbesatz immer weiter erhöht. Ich habe zuletzt alle 14 Tage einen 80% Wawe gemacht. Gefüttert wurde mit Herbstlaub Buche und täglich zwei Hikari Algae Wafers, wenig JBL NovoGrano Color, sehr wenig GT life Staubfutter.  
Tierbesatz bis gestern: 
  • rund 100 Neocaridina Davidi Yellow Fire
  • 2 Cambarellus Shufeldtii Weibchen
  • 12 Neritina Pulligera
  • 2 Macrobrachium Peguense 
  • 30 blaue PHS
  • Mokka TDS 
Für die Fotos hab ich einen Großteil der Tiere entnommen. So sieht der Cube jetzt aus. 
von vorn
Der ursprünglich aufgeschichtete hohe DeponitMix-Berg hinten links hat sich mit der Zeit verbraucht oder wurde abgetragen. Vermutlich durch die grabenden Schnecken kamen Bestandteile davon ans Tageslicht und wurden wohl von den Tieren gefressen. Er hat sich jedenfalls aufgebraucht, denn die Schicht ist bis auf die vordere rechte Ecke deutlich niedriger geworden.
Auf dem nächsten Foto (Seitenansicht) hat man einen guten Vergleich zum Anfang, siehe oben. Vom DeponitMix-Berg sind von ursprünglich 10 cm Höhe plus 3 cm Kies konkret nur noch 4,3 cm Gesamthöhe übrig geblieben. Ob der DM sich durch die wurzelzehrenden Pflanzen verbraucht hat oder gefressen wurde, oder beides, kann ich nicht beurteilen.

linke Seite
Für das Foto hab ich den Cube seitlich mit einer LED-Lampe angeleuchtet. Bei Tageslicht sieht man tatsächlich nur eine einheitlich dunkle Masse. 
Bei starker Beleuchtung kann man die unterschiedlichen Verfärbungen sehen. Sieht für mich trotzdem alles ganz unauffällig normal aus. 
seitlich links, hinteres Drittel, Gesamthöhe Bodengrund 4,3 cm


Der Cube läuft stabil, keinerlei Ausfall wahrnehmbar. Die Tiere sind agil und vermehren sich stark. Es gibt keine auffälligen Gerüche, es steigen keine Blasen auf. Ich kann absolut nichts berichten, was die Tierpflege in dem Cube einschränken würde. 
Ich gehe davon aus, dass es sich gelohnt hat, den Cube langsam einzufahren (der Filter ist vor dem Start 14 Tage in einem eingefahrenen Becken mitgelaufen). 
Pflanzen mit langen Wurzeln habe ich nicht wieder herausgezogen, wenn sie sich einmal verwurzelt hatten Durch solche unnötigen Tätigkeiten entstehen Kanäle zum DeponitMix, was in den ersten Monaten Probleme bereiten könnte. 
Aus demselben Grund sind in der Anfangsphase grabende und wühlende Tiere wie Flusskrebse Tabu gewesen
Jetzt, nach 29 Monaten, kann in dem Test-Cube nach Belieben agiert werden, gegärtnert, mit grabenden Tieren besetzt, besser gefüttert, Feucht- oder Staubfutter - alles, wie gewünscht. 
Fazit: Gut einfahren, in den ersten Monaten nur moderat besetzen (ich empfehle ein paar Posthornschnecken) und sehr wenig füttern, keine Pflanzen aus dem Bodengrund ziehen, auch sonst nicht unnötig im Bodengrund stochern, Wassertemperatur Zimmertemperatur, regelmäßige wöchentliche Wasserwechsel und man hat eine gute Chance, dass es keine Probleme gibt. Vor allem, wenn man einen gefälligen Unterwassergarten pflegen möchte mit überschaubarem Tierbesatz, wie etwa einem Dutzend Garnelen oder einem Zwergflusskrebs. 
Wer entgegen meiner Empfehlung möglichst rasch viele Tiere in dem Cube vermehren und gut füttern möchte, sollte auf DeponitMix verzichten. 

Kommentare:

  1. Hallo
    Sehr gute Beschreibung des Nano Cube. Auch die Fotos zeigen deutlich, wie sich das Aquarium langsam entwickelt.

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  2. Hallo :)
    Sehr schön und interessant geschriebener Blog. Derzeit plane ich ebenfalls ein Nano-Cube und freue mich schon sehr auf die Fortsetzung hier, um ein paar Tipps mitnehmen zu können.
    Wie verhält sich der DeponitMix bisher?

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  3. Hi,
    die LED Variante gefällt mir sehr gut. Habe bisher nur die normale im Einsatz, aber wenn ich das so sehe, könnte ich schwach werden.

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  4. Hey Roland ich hab den deponitmix jetzt ein dreiviertel jahr und nun hat es begonnen immer häufiger blasen die aufsteigen zu bilden kann sein das es faulgas is?

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    1. Hallo,
      ja, das ist bedenklich. In dem Fall einmal reinstechen und riechen. Riecht es nach faulen Eiern, müssen die Tiere sofort evakuiert und der Cube ausgeräumt werden. Leider lese ich immer wieder von solchen Berichten. Ich arbeite an einer Erklärung bzw an einer Lösung. Zuerst möchte ich aber Langzeiterfahrung sammeln.

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  5. Hallo Roland,
    ich habe ähnliche Erfahrungen gemacht. Mein 20l Tetra aquaArt läuft seit Anfang 2014 mit dem Deponitmix. Es ist nicht stark besetzt und ich füttere sehr moderat, allerdings auch mit minimalem Pflegeaufwand (wenig Wasserwechsel). Bisher hab ich überhaupt keine Probleme. LG, Diana

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